Direkter Zugang von Feudenheim über den Wingertsbuckel zum Spinelli-Park und Grünzug Nordost

Der Gemeinderat möge beschließen:

  1. Über den Wingertsbuckel werden zwischen dem Aubuckel und der Haltestelle Talstraße zusätzliche barrierefreie, sichere und breite Querungen oder eine durchgehende Querung für den Fußverkehr und parallel für den Radverkehr angelegt.
  2. Die Ampelschaltung wird in diesem Abschnitt vorrangig für den querenden Fußverkehr mit kurzen Wartezeiten getaktet (mit Ausnahme Vorrangschaltung für die Stadtbahn).
  3. Nördlich des Wingertsbuckels werden barrierefreie, sichere, breite und möglichst direkte Durchgänge zum Spinelli-Park für den Fußverkehr und parallel für den Radverkehr angelegt, auch über GBG-Privatgelände.
  4. Das Gleisbett der Stadtbahn wird künftig als Rasen- oder Sedumgleis angelegt.

 

Begründung:

Die Verwaltung hatte vor der Eröffnung der BUGA 2023 im Bezirksbeirat Feudenheim angekündigt, dass der Spinelli-Park über breite Zugänge von den angrenzenden Wohnquartieren in Käfertal-Süd, Im Rott und Feudenheim-Nord für den Fußverkehr erschlossen wird. Der Umbau der Kreuzung Wingertsbuckel/Talstraße sollte diesen Bedarf ausdrücklich berücksichtigen. Auch eine Umgestaltung der Abzweigung Aubuckel/Wingertsbuckel wurde zumindest unkonkret angekündigt und der Wunsch nach einer Querung über den Wingertsbuckel auf Höhe des Adolf-Damaschke-Rings zur Kenntnis genommen.

Die bis jetzt bekannte Neuplanung der Kreuzung Wingertsbuckel/Talstraße ist ausschließlich auf eine optimierte Kfz-Zuwegung für den an der nördlichen Talstraße vorgesehenen Grünhof ausgelegt. Für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen, die von Feudenheim oder auf dem Wingertsbuckel von Westen kommen, verbessert sich die Situation gegenüber dem Status weder vom Komfort noch von der Sicherheit her. Das widerspricht allen von der Stadt ausgerufenen Zielvorgaben zur Stärkung des nichtmotorisierten Verkehrs.

Die Abzweigung Aubuckel/Wingertsbuckel ist mit ihren auf zahlreiche Verkehrsinseln zerstückelten Querungsmöglichkeiten für den Fuß- und Radverkehr trotz Erneuerungsmaßnahmen vor der BUGA ein Relikt der Maxime der autogerechten Stadt aus den 1960er und 1970er Jahren. Für eine zeitgemäße Stärkung des nichtmotorisierten Verkehrs und eine barrierearme Anbindung der Wohnquartiere im nordwestlichen Feudenheim an die Feudenheimer Au und den Spinelli-Park einschließlich der „Völklinger Achse“ muss sie komplett umgestaltet werden.

Die GBG-Siedlung am Adolf-Damaschke-Ring als großes Wohnquartier, das fast unmittelbar an den Spinelli-Park grenzt, sollte auch im östlichen Teil auf Höhe der Straßeneinmündung des Adolf-Damaschke-Rings eine Querungsmöglichkeit erhalten, um kurze Wege für mobilitätseingeschränkte Personen zu gewährleisten.

Zwischen und in den zukünftig angelegten Bereichen GBG-Quartier Spinelli-Süd, der Kita, der U-Halle, dem Grünhof und dem Quartiersparkhaus müssen die Wege für Fußgänger*innen und teilweise auch den Radverkehr möglichst direkt, zu jeder Zeit frei zugänglich, breit, gut beleuchtet, barrierefrei und sicher auch für möbilitätseingeschränkte Personen angelegt werden. Die fußläufige Anbindung an die Haltestelle Adolf-Damaschke-Ring muss mit möglichst wenigen Fahrbahnquerungen und Wartezeiten erfolgen. Ansonsten haben die Bewohner*innen Feudenheims sowie alle Besucher*innen aus anderen Stadtteilen und dem Umland, die zu Fuß oder mit dem Rad anreisen, keinen direkten, freien und sicheren Zugang zum Grünzug Nordost. Das kann nicht im Sinne der Stadt Mannheim sein.